Traditioneller Schaukelstuhl

Von: Rebekka von Wandelbar Wohnen

Web/Blog: www.wandelbar-wohnen.de


Farbe, Pinsel & Co.

  • Schleifpapier, grob (60)
  • Schleifpapier, mittel (140)
  • Stahlwolle in Essig eingelegt (24 h)
  • aufgebrühter Kaffee mit Satz
  • Müslischale
  • Pinsel
  • Küchenrolle
  • Gummi-Handschuhe
  • Kreppband
  • Klarlack
  • Lackpinsel
  • 2in1-Lack, Cremeweiß
  • Acrylfarbe, grau
  • Malpinsel
  • Wachs, transparent
  • Wachspinsel
  • Poliertuch

Mein Möbelstück

Der Schaukelstuhl war dunkelbraun lackiert.

Ich wollte unbedingt den Treibholzeffekt ausprobieren und da dieser nur auf Naturholz funktioniert, wusste ich, dass der komplette Lack ab musste.

 

Das Projekt

Schleifen.

Der gesamte Lack musste abgeschliffen werden. Dazu habe ich mit dem groben Schleifpapier angefangen und mit dem mittleren dann weiter gemacht. Da der Schaukelstuhl überall geschwungen ist, hilft auch keine Schliefmaschine und man muss wirklich alles von Hand abschleifen.

 

Dafür muss man ordentlich Zeit einplanen.

Vor dem Streichen muss man den Stuhl dann abwaschen.

 

Treibholz-Effekt anwenden.

a. Als erstes muss man die Stahlwolle in Essig “einlegen”. Dazu habe ich die Stahlwolle in ein Glas reingedrückt und dann mit Essig aufgefüllt und den Deckel draufgeschraubt.

Diese Mischung muss dann 24 Stunden stehen.

 

b. Kaffee machen.

Bevor es dann am nächten Tag losgeht, habe ich Kaffee gemacht. Dazu habe ich einen Teelöffel Pulver in eine Müslischale geschüttet und mit kochendem Wasser aufgegossen.

Dann habe ich den Kaffee abkühlen lassen.

 

c. Kaffee auf das Holz streichen.

Mit dem Pinsel habe ich den Kaffee mit Pulver auf das Kopfteil und die Sitzfläche aufgetragen.

Dann muss der Kaffee trocknen.

Die Rückstände des Kaffeepulvers habe ich mit Küchenrolle aufgenommen.

Bis dahin ist das Holz goldbraun geworden.

 

d. Für das Stahlwolle-Essig-Gemisch habe ich Gummi-Handschuhe angezogen. Damit kann ich die Stahlwolle aus dem Glas nehmen. Die Stahlwolle wird dann auf dem Holz gerieben. Das Holz darf richtig nass werden.

Nach etwa einem halben Tag wird das Holz grau und verwittert.

 

Muster aufbringen.

Dann habe ich mit Kreppband ein Muster auf dem Kopfteil aufgeklebt.

 

Ich habe gehört, dass es hilft als erstes eine Schicht Farbe aufzutragen, um das Unterlaufen der zweiten Farbe unter das Kreppband zu vermeiden. Daher habe ich mit Klarlack vorgestrichen, weil da egal ist, wenn dieser unter das Kreppband läuft.

Diesen habe ich trocknen lassen.

 

Am nächsten Tag habe ich dann alle weißen Stellen mit cremeweißem Lack lackiert und wieder eine Nacht trocknen lassen.

 

Wichtig: Im gleichen Schritt habe ich alles, was cremeweiß werden sollte, ebenso lackiert. Die Füßchen, Lehnen etc.

 

Nach dem Trocknen habe ich das Kreppband wieder abgezogen und leider festgestellt, dass der weiße Lack doch teilweise etwas unter das Band gelaufen war.

 

Ich habe also improvisiert und habe jede Musterkontur noch einmal mit einer grauen Acrylfarbe nachgemalt. So wurde der Übergang vom Muster zum Treibholzeffekt eindeutig und nicht verschmiert.

 

Wachsen.

Überall, wo das Holz verwittert ist, habe ich noch Wachs aufgetragen und nach dem Trocknen aufpoliert, um das Holz noch zu schützen.

 


Tipps

  • Achtet darauf gut abzukleben, um das Unterlaufen der Farbe zu vermeiden.

 


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